Verein Gambia-Hilfe e.V.

Westfalen-Blatt 2019: „Gambia-Hilfe Gütersloh“: Intensivpfleger berichtet von dreiwöchigem Einsatz

Ein Bildschirmfoto des Zeitungsartikels"Gütersloh (WB/cabo). Der Gütersloher Verein „Gambia-Hilfe“ befindet sich mit Krankenpflegern, Erziehern, Ärzten, Lehrern und Handwerkern seit 25 Jahren im humanitären Einsatz in einem der ärmsten Länder Afrikas. Der Rettungssanitäter Ulrich Heidecke ist jüngst aus Gambia zurückgekehrt. Im WESTFALEN-BLATT berichtet er von seinem entbehrungsreichen, dreiwöchigen Aufenthalt.
„Ehrenamt in Gambia: Es ist unerträglich heiß, staubig und beschwerlich. Es grassieren Malaria, Hepatitis und andere Krankheiten, vor denen man sich schützen sollte“, berichtet der Helfer, der sich von den schwierigen Bedingungen vor Ort nicht abschrecken ließ. Erfahrungen aus vorangegangenen Einsätzen in Ghana, Uganda, Nepal, Iran und Kamerun kamen ihm dabei zugute.

Kein Labor, kein Röntgengerät, kein Strom

Im Osten Gambias kümmerte er sich im kleinen Dorf Changally um die Menschen. Die „Gambia-Hilfe Gütersloh“ betreibt dort seit mehr als 20 Jahren eine kleine Krankenstation, die „Wolters Clinic“, die seit 2018 mit einem Ambulanz-Wagen ausgestattet sei. Die kleine Krankenstation habe kein Labor, kein Röntgengerät, sei nicht an das weit entfernte Stromnetz angeschlossen und „ist doch der erste, wichtige Anlaufpunkt für Patienten aus den Dörfern im Umkreis, bis in den Senegal“.
Hauptsächlich schulte Heidecke Einheimische in der Notfallmedizin und reparierte alles, was repariert werden konnte. „Weit ab von der Küste und der Hauptstadt Banjul im Busch ist eine medizinische Versorgung fast ein Fremdwort“, berichtet Heidecke. „Zwei Krankenpfleger sind dort die einzigen medizinischen Ansprechpersonen für die Dorfbewohner. Einen Arzt gibt es erst im nächsten Krankenhaus in Basse, weit weg, auf der anderen Seite des Gambia-Flusses.“ Das Krankenhaus sei mit dem Ambulanz-Fahrzeug nur zu erreichen, wenn die alte Fähre im Betrieb sei. „Mehr als eine Autostunde dauert die Fahrt“, so Heidecke.

Es fehlt an allem, auch an Medikamenten

Zum Hintergrund: Brigitte Eickholt ist Mitbegründerin der „Gambia-Hilfe“. Sie sagt: „Nicht nur Krankenpfleger, Erzieher, Ärzte, Lehrer und Handwerker: Jeder, der seine Fähigkeiten weitergeben möchte, ist bei uns willkommen, mitzuarbeiten.“ Eickholt, die 20 Jahre vor Ort lebte, weiß, wie wertvoll die Arbeit von freiwilligen Helfern ist. Nach wie vor fehle es an vielen Sachen: Medikamente seien nicht immer vorhanden und schon gar nicht im Rettungswagen. Dringende Reparaturen werden verschoben, weil eher Verbandstoffe gekauft werden müssen. „Es fehlt viel“, so Eickholt. Der Verein ist auf jede Spende angewiesen. Wer einen Einsatz leisten möchte, ist willkommen. Alle Infos im Web: www.gambia-hilfe.de"
Zitiert von Westfalen-Blatt Online: Link zum Artikel

Weitere Fotos des Besuches

Ein Foto von dem Besuch Ulrichs Ein Foto von der Übergabe von Fußballtrikots Ein Foto von einem Mann mit Fußballtrikot

Neue Westfälische 2017: Der Weihnachtsmarkterlös in Eckardtsheim bringt ersehnten Krankenwagen

Ein Zeitungsausschnitt zur erfolgreichen Spendenaktion für einen Krankenwagen für Changally 2016"Eckardtsheim (kem). Einen Krankenwagen samt Fahrer und Sanitäter: Das schenken die Eckardtsheimer Menschen in Gambia. Mit dem Erlös aus dem Weihnachtsmarkt 2016 in Höhe von 24.500 Euro, die am Samstag Brigitte Eickholt von der „Gambia-Hilfe“ entgegennahm, kann all dies beschafft und bezahlt werden.
Der zweithöchste bisherige Erlös ist nur im vergangenen Jahr getoppt worden und da war ein Auto versteigert worden und erhöhte die Summe um 3.000 auf 26.000 Euro. Dieses Mal war es ein von Uli Ruoff gebautes Puppenhaus, das beim Helferfest in unterhaltsamer amerikanischer Versteigerung immerhin 502 Euro erbrachte. „Das ist eine traumhafte Summe, mit der wir ganz viel bewirken können“, erklärte Eickholt. Sie berichtete, dass sich bereits auf dem Eckardtsheimer Weihnachtsmarkt ihre Sorge in Luft aufgelöst habe, wie denn an einen solchen Krankenwagen zu kommen sei.
„Da sind spontan Mitglieder der Uganda-Hilfe aus Verl vorbei gekommen und haben mir zugesagt, dass sie ein solches Fahrzeug besorgen können und dass es sogar ein Zahnarzt aus Gütersloh durch die Sahara fährt, um Kosten des Transports zu sparen“, berichtete die ehemalige Bethel-Mitarbeiterin. „Ist das nicht toll?“, fragt sie strahlend. „Die schicken seit Jahren schon Krankenwagen nach Afrika“, erzählt sie weiter.

Wagen, Fahrer und Krankenpfleger können nun bezahlt werden

Für den Wagen müsse man etwa 10.000 bis 15.000 Euro veranschlagen, der Fahrer und der mitfahrende Krankenpfleger könnten von dem übrigen Geld finanziert werden. „Das ist bislang einmalig, diese Ambulanz gibt es in Gambia nicht“, berichtet Eickholt. Auf den Krankenwagen würde eine Handynummer des Notrufs appliziert, die auch per Werbekampagne publik gemacht werden soll. „Das ist eine große Hilfe für die Kranken im Gebiet rund um Changally“, erklärt die gelernte Heilpädagogin. Ganz umsonst sei die Hilfe allerdings nicht. „Das Benzin muss von den Kranken, die transportiert werden, bezahlt werden.“ Schließlich sei zuweilen nicht nur ein Transport in das 40 Kilometer entfernte Krankenhaus, sondern auch in Kliniken der 350 Kilometer entfernten Hauptstadt Banjul angeraten.

So viele Helfer wie nie

Gemeinsam mit Bethel-Chef Ulrich Pohl bedankte Eickholt sich bei den Eckardtsheimern für ihr großes Engagement. Dieses Mal gab es nicht nur einen Besucherrekord, auch die Zahl der Helfer war mit 400 so hoch, wie noch nie."
Zitiert von Neue Westfälische Online: Link zum Artikel

Glocke 2013: Sponsorenlauf in Benteler

Ein Sponsorenlauf von Schülern in Benteler"Die Mädchen und Jungen der Grundschule in Benteler schickten im übertragenen Sinn kräftige Sonnenstrahlen des Glücks zu ihrer afrikanischen Partnerschule in Changally im afrikanischen Gambia. Bei ihrem fünften Sponsorenlauf setzten die jungen Schmeddinger gleich zwei Rekorde: 100 der 107 Schüler aller Grundschuljahrgänge gingen an den Start (vor drei Jahren waren es 38), und der Erlös kletterte auf die stolze Summe von 4186,30 Euro (zuvor 981,50 Euro).
Dieses Geld kommt über den vor fast 20 Jahren gegründeten Verein Gambia-Hilfe e.V. direkt der Grundschule in Changally zugute. Das versprach Brigitte Eickholt von der Gambia-Hilfe, die den Sponsorenlauf der Benteleraner Grundschüler erneut begleitete.
Zuvor hatte sie in den ersten beiden Schulstunden den Mädchen und Jungen anschaulich vom Leben in Afrika und insbesondere in der Partnerschule berichtet. Dabei durften die Schmeddinger unter anderem auch versuchen, größere Schalen auf dem Kopf zu tragen.
Brigitte Eickholt dankte den Mädchen und Jungen nach ihrem schweißtreibenden Lauf. Von dem so zusammengetragenen Sponsorengeld kann nun in der Schule in Changally unter Leitung eines neuen Rektors den Schülern weiterhin täglich eine warme Mahlzeit serviert werden. Zudem können von dem Geld dringend benötigte Unterrichtsmaterialien angeschafft werden.
Beim fünften Sponsorenlauf der Schmeddingschule Benteler waren die Mädchen und Jungen bereits vor dem Start am Freitag nach der großen Pause sehr aktiv. Sie waren bemüht, möglichst viele Sponsoren mit einem möglichst hohen Einsatz zu gewinnen. Denn diese verpflichteten sich, für jede gelaufene 600-Meter-Runde durch die Münsterlandsiedlung zu zahlen. Allerdings hatte Sportlehrerin Brigitte Metz mit Blick auf die Gesundheit der Kinder die Laufstrecke auf zehn Runden begrenzt.
Das Kollegium mit Schulleiterin Elisabeth Kruse an der Spitze sowie Mitglieder des Fördervereins „Hand in Hand“ und weitere engagierte Eltern unterstützten den fünften Sponsorenlauf. Sie sorgten als Streckenposten für die Sicherheit der Läufer, dokumentierten jede gelaufene Runde und feuerten die jungen Schmeddinger lautstark an."
Zitiert von Die Glocke Online: Link zum Artikel

Neue Westfälische 2011: Einsatz für Gambia

Ein Zeitungsausschnitt zur erfolgreichen Spendenaktion für einen Krankenwagen für Changally 2016"Gütersloh. Gambia - ein winziges demokratisches Land im Westen Afrikas, mit Traumständen am Atlantik wie aus dem Reisekatalog und Palmen. Doch auch das ist Gambia: Eines der ärmsten Länder Afrikas, mit einer gering entwickelten Industrie, einer hohen Arbeitslosigkeit und einer kaum vorhandenen gesundheitlichen Versorgung. Die Gütersloherin Brigitte Eickholt und der Verein Gambia-Hilfe helfen schon seit vielen Jahren in dem kleinen Staat - mit vielen Projekten.
Wenn Brigitte Eickholt von Gambia und den dort lebenden Menschen spricht, gerät sie ins Schwärmen: "Es sind die Liebenswürdigkeit und die Gastfreundlichkeit, die den Lebensstil der Menschen dort ausmachen." Egoismus gebe es nur sehr wenig. Im Gegenteil: "Es ist für die Gambianer normal, die wenigen Sachen, die sie haben, miteinander zu teilen." Und: "Von diesem Lebensstil können die Deutschen ganz viel lernen."Während eines Urlaubes in Gambia 1990 entschied sich die gelernte Heilpädagogin, für längere Zeit in diesem Land zu leben, um zu helfen. Eine wichtige Erfahrung hat Eickholt dabei gemacht: "Man kann dort nicht alles von einem Tag auf den anderen ändern." Sie ergänzt: "Wichtig ist die Hilfe zur Selbsthilfe über einen längeren Zeitraum." Gemeinsam mit den Gambianern setzten sie, der im Jahr 1997 gegründete gemeinnützige Verein Gambia-Hilfe und viele Helfer verschiedene Projekte um.
So entstand im Küstenort Manjai ein Kindergarten und in Changally im Landesinneren wurde eine Grundschule gebaut. Diese ist mittlerweile eine staatliche Schule, die Regierung übernimmt die Personalkosten, Schulmaterial und -uniformen werden durch Spenden finanziert. 100 bis 120 Kinder werden hier in den Klassen 1 bis 6 unterrichtet. Außerdem wurde dort 2000 die Buschklinik "Wolters Clinic" eröffnet, zu der ein Geburtshaus, eine Krankenstation und ein Raum für Zahnbehandlungen gehören. Zwei Pfleger führen die Klinik, einen Arzt, der dauerhaft vor Ort ist, gibt es nicht. Allerdings reisten in den vergangenen Jahren immer wieder deutsche Ärzte im Rahmen von Kurzeinsätzen nach Gambia.
Die Klinik ist eine wichtige Einrichtung zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung geworden. "Im Land gibt es viel zu wenig Ärzte. Menschen müssen oftmals Monate oder sogar Jahre auf einen operativen Eingriff warten", erklärt Eickholt. Und die Wege zu Ärzten seien weit und beschwerlich und oft nur mit Eselswagen zu befahren. "Seitdem die Klinik im Dorf ist, ist die Sterberate rückläufig", sagt Eickholt nicht ohne Stolz. Anfang Januar wird eine deutsche Krankenschwester zum dritten Mal ehrenamtlich in der Klinik arbeiten. Für die Zeit sucht der Verein noch nach Ärzten, die sie bei ihrer Arbeit unterstützen. "Besonders dringend brauchen wir einen Zahnarzt", sagt Eickholt. Denn die Entfernung zur nächstgelegenen Praxis beträgt 60 Kilometer - eine unüberwindbare Distanz für einen Menschen mit starken Schmerzen. "Auch ein Gynäkologe oder ein Internist wären hilfreich." Ein großes Ziel hat sich Brigitte Eickholt für ihre zukünftige Arbeit gesetzt: "Die Klinik soll weiterlaufen." Das sei auch für die Dorfbewohner das "Allerwichtigste"."
Zitiert von Neue Westfälische Online: Link zum Artikel